MobilCom-Gründer Schmid schaltet Behörde ein
Mit einem Rechtsgutachten will der ehemalige CEO die Franzosen zur Abgabe eines Übernahmeangebots zwingen.
Der ehemalige MobilCom-Chef Gerhard Schmid hat im Streit mit France Telecom über die Übernahme von MobilCom die Finanzaufsicht eingeschaltet. Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hat er ein Rechtsgutachten eingereicht. "Das Fazit lautet, dass France Telecom zur Abgabe eines Übernahmeangebots an alle Aktionäre der MobilCom AG verpflichtet ist", sagte Schmid. Wenn die Behörde dem Gutachten folge, werde sie den französischen Telekomkonzern dazu zwingen müssen.
Laut Gesetz sei das Unternehmen verpflichtet, mindestens den Durchschnittskurs der letzten 90 Tage vor dem 21. Juni zu zahlen, sagte Schmid. Das entspräche 14,5 Euro je Aktie. Seit diesem Tag habe France Telecom bei dem Büdelsdorfer Mobilfunkanbieter laut Gutachten die volle Kontrolle übernommen und wäre daher zur Abgabe eines Angebots verpflichtet gewesen. Schmid wirft den Franzosen außerdem vor, den MobilCom-Kurs in den letzten Wochen durch ihre Informationspolitik missbräuchlich nach unten getrieben zu haben. Daher könne man seiner Ansicht nach auch fragen, ob der Preis nicht ganz anders festgesetzt werden müsse. (dpa) / (tol)