Microsoft kauft Entwickler von Navigationssoftware
Microsoft gliedert das Softwarehaus Vicinity in seine Sparte MapPoint ein und will damit seine mobile Präsenz auch bei Location Based Services stärken.
Microsoft hat das Softwarehaus Vicinity übernommen. Das Unternehmen entwickelt Programme, die auf Landkartendaten basieren. Nutzer können mit der Navigationssoftware unter anderem unterwegs gesuchte Ziele, Angebote oder Produkte ausmachen; die Software wird etwa für Location Based Services genutzt. Der Preis für die Übernahme beträgt 96 Millionen US-Dollar in bar, heißt es in einer Mitteilung von Microsoft. Die Aktionäre von Vicinity bekommen je Aktie 3,33 US-Dollar, was wiederum einer Prämie in Höhe von 33 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs entspricht.
Die Übernahme soll bis Ende des ersten Quartals 2003 abgeschlossen sein, dann wird Vicinity in die Microsoft-Sparte MapPoint eingegliedert. Microsoft will durch die Übernahme seine Präsenz im Mobil-Sektor stärken. Zu den Kunden der sieben Jahre alten kalifornischen Firma Vicinity zählen Lexus, McDonalds, Tricon Restaurants, Oracle, Shell und DHL. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Vicinity 19,9 Millionen US-Dollar bei einem Nettoverlust von 27,2 Millionen US-Dollar. (anw)