Maschine kontrolliert Maschine
HP und Nokia wollen künftig gemeinsam so genannte M2M-Produkte vermarkten, bei der Handy-ähnliche Funkeinheiten den Status von Industriemaschinen überwachen.
Hewlett-Packard (HP) und Nokia wollen künftig gemeinsam eine ganze Serie von Produkten vermarkten, bei der Handy-ähnliche Funkeinheiten den Status von Industriemaschinen überwachen. Ist menschliches Eingreifen nötig, sollen die Geräte automatisch Alarm schlagen und relevante Informationen per Funk an eine Kontrollstelle im entfernten Unternehmensnetz senden.
Die von HP und Nokia entwickelten so genannten M2M-Produkte (machine-to-machine) bestehen dabei aus drei Komponenten: einer Monitoring- und Funkeinheit von der Größe einer Zigarettenschachtel, die in die zu überwachende Maschine integriert wird und die Statusinformationen per GSM (Global System for Mobile Communications) an einen Kontrollserver im Firmennetz übermittelt.
Auf dem Server werden die eintreffenden GSM-Signale in ein für das Unternehmensnetz kompatibles Format übersetzt und in das System eingespeist. Mittels HPs System- und Netzwerkmanagement-Software OpenView sollen Administratoren dann in der Lage sein, den Zustand der Maschinen dauerhaft zu überwachen und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Gedacht sind die M2M-Produkte laut HP zunächst für die industrielle Fertigung sowie für Unternehmen, die im Gas-, Wasser- oder Elektrizitätsgeschäft tätig sind und lange Transportwege überwachen müssen. HP-Sprecher Bob Simmons sagte gegenüber US-Medien, dass man derzeit Gespräche mit Mobilfunkanbietern in den USA führe, um eine Servicestruktur rund um den Einsatz von M2M-Produkten aufzubauen. Preisdetails wollte Simmons jedoch nicht bekannt geben. (pmz)