Filmindustrie klagt gegen Internet-Videothek

Die Motion Picture Association of America will erreichen, dass "Film88.com" nicht unter verschiedenen Namen seine Internet-Videothek betreiben kann.

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"Jetzt reicht's", sagt sich anscheinend die US-amerikanische Filmindustrie: Ihre Vereinigung Motion Picture Association of America (MPAA) hat nun laut US-amerikanischen Medien Klage gegen Film88.com eingereicht. Damit wollen die Filmstudios erreichen, dass die umstrittene Internet-Videothek nicht weiter unter verschiedenen Namen, Standorten und Adressen auftritt. Zuletzt bot Film88.com seinen Fundus ĂĽber einen Server im Iran an.

Zurzeit ist die Videothek nicht am Netz. Stattdessen erscheint auf ihrer Homepage ein kurzer Text sowie eine Verknüpfung auf ein Forum. In dem Text heißt es unter anderem: "Wir sind keine Piraten. Wir haben den Hollywood-Studios vorgeschlagen, 30 Prozent unserer Einnahmen für die Urheberrechte an sie abzugeben." Hollywood habe aber abgelehnt. Das Team wolle sein Angebot so schnell wie möglich wieder online bringen. Es erwägt anscheinend auch, Filme von Studios zu zeigen, die nicht der MPAA angehören.

Ursprünglich hieß das Ärgernis der Filmindustrie Movie88.com. Die taiwanische Internet-Videothek, die pro Film 1 US-Dollar verlangte, war im Februar von der Filmindustrie gestoppt worden. Daraufhin hatte anscheinend Film88.com das "Geschäftsmodell" übernommen, wurde aber im Juni ebenfalls von der MPAA gestoppt. Daraufhin nahmen die Betreiber von Film88.com die Dienste eines niederländischen Providers in Anspruch und stellten ihren Streaming Server im Iran auf. (anw)