Softwareanbieter Bäurer stellt Insolvenzantrag
Das 1980 gegrĂĽndete und am Neuen Markt notierte Softwareunternehmen war durch hohe Investitionen im Ausland und ins E-Business in Schwierigkeiten geraten.
Der am Neuen Markt notierte Softwareanbieter Bäurer AG hat Insolvenz angemeldet. Beim Amtsgericht Villingen sei ein Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren gestellt worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hüfingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) mit. Als Grund wurde "das unerwartete Scheitern einer der Gesellschaft bereits zugesicherten Brückenfinanzierung" genannt.
Die 1980 gegründete Firma hat sich auf Softwarelösungen für mittelständische Betriebe spezialisiert. Der Börsengang erfolgte 1999. Bäurer hat 432 Mitarbeiter. 2001 wies das Unternehmen bei einem Umsatz von rund 76 Millionen Euro einen Verlust von 41 Millionen Euro aus.
Bäurer war durch hohe Investitionen im Ausland und ins E-Business in Schwierigkeiten geraten. Firmengründer und Vorstandschef Heinz Bäurer hatte jedoch noch vor wenigen Wochen einen Rettungsplan angekündigt. Eine Anlegergruppe um die US-Investmentgesellschaft GB Global Capital Inc. sollte die Mehrheit übernehmen; die Hausbanken wollten auf Forderungen in Höhe von 5,3 Millionen Euro verzichten. Der Investor und das Bäurer-Management wollten zudem eine Überbrückungsfinanzierung von 1,8 Millionen Euro auf die Beine stellen. (dpa) / (jk)