"Virtuelles Klassenzimmer" im Krankenhaus
Bei längeren Krankenhausaufenthalten können Kinder künftig über das Internet am Unterricht teilnehmen.
Bei längeren Krankenhausaufenthalten können Kinder künftig über das Internet am Unterricht in einem "virtuellen Klassenzimmer" teilnehmen. Am Montag haben Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger und "Miss Deutschland" Natascha Börger die Kinderklinik im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf online mit dem eLearning-Projekt verknüpft. Initiatoren sind die Firma e2e, der Westermann Verlag und der Verein Vernetzte Welt für Kinder. Mehr als 20 Kliniken sollen bundesweit an dem Projekt teilnehmen.
Diese Kliniken seien bereits miteinander vernetzt, bislang könnten die kleinen Patienten im Internet aber lediglich spielen und chatten. Der Geschäftsführer von e2e, Wolfgang Wannoff: "Wir ergänzen die Plattform um das eLearning-System. Jetzt können die Kinder auch etwas lernen." Das Angebot reiche von Deutsch über Mathematik bis zum "Gehirnjogging". Lehrkräfte, so genannte Teletutoren, seien für die Kinder online jederzeit ansprechbar.
"Zur Stunde sind etwa drei Lehrkräfte und 20 Patienten aller Altersklassen an dem Projekt beteiligt", sagte Wannoff. Das Angebot richte sich in erster Linie an Langzeitpatienten, etwa auf der Kinderkrebsstation. Allerdings sei der Unterrichtsstoff nicht den unterschiedlichen Anforderungen in den einzelnen Bundesländern angepasst. (dpa) / (anw)