Rufnummernmitnahme bei Mobilfunk-Wechsel kostet über 20 Euro
Für die Mitnahme einer Handy-Nummer zu einem anderen Anbieter bitten die Mobilfunkbetreiber in Deutschland zur Kasse.
Für die ab 1. November mögliche Mitnahme einer Handy-Nummer zu einem anderen Anbieter zeichnet sich im deutschen Mobilfunkmarkt eine Wechselgebühr von über 20 Euro ab. Das ergab eine dpa-Umfrage unter den Netzbetreibern am Donnerstag. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat die Höhe der Wechselgebühr, den der alte Vertragspartner einem Mobilfunkkunden für die Mitnahme der Rufnummer berechnen kann, nicht festgelegt.
Die Telekom-Tochter T-Mobile, mit 23,3 Millionen Kunden Marktführer in Deutschland, verlangt von einem D1-Kunden eine Rufnummer-Mitnahme-Gebühr von 24,95 Euro. Obwohl die Bereitschaft zu wechseln in Zukunft höher sein werde als in der Vergangenheit, erwarte die Tochter der Deutschen Telekom keine Wechselwelle, sagte ein Sprecher. Eine Gebührenerstattung für Neukunden, die zu D1 wechseln wollen, plane das Unternehmen nicht.
E-Plus, Tochtergesellschaft der niederländischen KPN und drittgrößter Netzbetreiber Deutschlands mit 7,1 Millionen Kunden, stellt seinen Kunden bei Mitnahme der Rufnummer ebenfalls eine Wechselgebühr von 24,95 Euro in Rechnung. E-Plus passe sich den marktüblichen Preisen an, sagte eine Sprecherin. Das Düsseldorfer Unternehmen erwäge für das kommende Jahr, zu E-Plus wechselnden Handy-Besitzern die Gebühr für die Rufnummern-Mitnahme zu erstatten.
Vodafone D2, Deutschland-Dependance des britischen Mobilfunkriesen Vodafone, der den Konzern Mannesmann und damit den Mobilfunker D2 übernahm, gibt die genaue Höhe der Wechselkosten in der kommenden Woche bekannt. Nach Auskunft einer Sprecherin werde die Gebühr in der Größenordnung von 30 Euro liegen. Eine Erstattung der Gebühren für Neukunden werde es beim zweitgrößten Mobilfunkanbieter in Deutschland, der 21,3 Millionen Kunden zählt, aber nicht geben.
Der Mobilfunkanbieter O2, Tochter der ehemaligen Britisch-Telecom-Sparte MMO2, will die Höhe der Wechselgebühr am morgigen Freitag bekannt geben. Der früher als Viag Interkom bekannte Mobilfunkbetreiber hatte Ende Juni 4,1 Millionen Kunden. (dpa) / (jk)