Toshiba und NEC können zulegen

Die beiden japanischen Elektronikkonzerne haben die Ergebnisse in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres deutlich verbessert; Toshiba hob die Prognose für die Chipsparte an.

vorlesen Druckansicht 10 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • JĂĽrgen Kuri

Die beiden japanischen Elektronikkonzerne Toshiba und NEC haben ihre Ergebnisse in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres deutlich verbessert. Infolge von Umstrukturierungen und steigenden Chipverkäufen verringerte Toshiba den Gruppenverlust auf netto 26,4 Milliarden Yen (218 Millionen Euro) nach 123,1 Milliarden Yen (rund 1 Milliarde Euro) im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. NEC erwirtschaftete einen Gewinn von rund einer Milliarde Yen (8,3 Millionen Euro), nachdem im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 29,9 Milliarden Yen (247 Millionen Euro) angefallen war.

Der NEC-Umsatz sank allerdings um 11,9 Prozent auf rund 2,2 Billionen Yen (18,2 Milliarden Euro). Auf Grund guter Nachfrage unter anderem nach Halbleitern für Audiogeräte, Digitalkameras und Mobiltelefone stieg der konsolidierte Nettoumsatz bei Toshiba dagegen um fünf Prozent auf 2,6 Billionen Yen (21,5 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis erhöhte sich auf 2,9 Milliarden Yen (rund 24 Millionen Euro) nach einem Vorjahresverlust von 98,4 Milliarden Yen (812,6 Millionen Euro).

Für das Gesamtjahr rechnet Toshiba mit einem Nettogewinn von 23 Milliarden Yen (190 Millionen Euro), nachdem der Konzern im Vorjahr noch ein Minus von 254 Milliarden Yen (2 Milliarden Euro) verbucht hatte. Allerdings rechnet Toshiba mit einem Rückgang des Umsatzes auf 5,65 Billionen Yen (46,6 Milliarden Euro); bislang hatten die Japaner 5,85 Billionen Yen (48,3 Milliarden Euro) prognostiziert. Die Ursache liege in der anhaltenden Marktschwäche bei IT- und Kommunikationstechnik. Immerhin rechnet Toshiba aber mit einem Anziehen des Geschäfts mit Halbleitern: Die Abteilung, die für die Chipherstellung zuständig ist, werde ihren Umsatz steigern und statt prognostizierte 30 Milliarden Yen (247,6 Millionen Euro) einen operativen Gewinn von 53 Milliarden Yen (437,5 Millionen Euro) erzielen.

Auch NEC erwartet in diesem Geschäftsjahr die Rückkehr in die Gewinnzone und prognostiziert einen Gruppenertrag von netto 10 Milliarden Yen (82,6 Milliarden Euro) nach einem Verlust von 312 Milliarden Yen (2,6 Milliarden Euro) im Vorjahr. (jk)