Alcatel-Forschungspreis geht nach Karlsruhe

Informatik-Professorin Martina Zitterbart erhält den diesjährigen Alcatel-Forschungspreis für ihre Arbeiten zur Professionalisierung des Internet.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die Karlsruher Informatik-Professorin Martina Zitterbart hat den diesjährigen Forschungspreis Technische Kommunikation der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung erhalten. Mit dem Preis werden Zitterbarts Arbeiten für eine Flexibilisierung und Professionalisierung des Internet gewürdigt, teilte die Stiftung am Freitag mit. Die 39-jährige C4-Professorin am Institut für Telematik der Universität Karlsruhe ist die 24. Preisträgerin des Alcatel-Preises, der mit 20.000 Euro dotiert ist und eine der höchsten Einzelauszeichnungen für außerindustrielle Forschung darstellt.

Alcatel würdigte insbesondere Zitterbarts Forschungsergebnisse zur Unterstützung multimedialer Anwendungen im Internet und zur Einbindung mobiler Teilnehmer. Typische Anwendungen liegen unter anderem im Bereich intelligenter Häuser oder in der Güterlogistik. Um innovative Dienste für unterschiedliche Nutzergruppen zu erstellen, habe das Institut für Telematik an der Entwicklung neuartiger Architekturen im Netz mitgewirkt, die es ermöglichen, neue Dienste schneller, flexibler und kostengünstiger zur Verfügung zu stellen.

Aktuell arbeitet Zitterbart an der Anbindung von selbstorganisierenden mobilen Netzen, Sensornetzen und Peer-to-Peer-Techniken an das Internet. Unterschiedliche Geräte wie Handys, Laptops oder Kleincomputer sollen sich dann spontan zu einem selbst organisierten Netz zusammenschließen können. Zitterbart wertete den Alcatel-Preis am Freitag als "Auszeichnung für das ganze Karlsruher Institut für Telematik". (pmz)