Torvalds kündigt Linux-Kernel 2.6 für Juni 2003 an

Auf einer Bootstour in der Karibik soll Linus Torvalds Details zum weiteren Verlauf der Kernel-Entwicklung preisgegeben haben.

vorlesen Druckansicht 717 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

In einem Vortrag auf einer Bootstour in der Karibik soll "Linux-Erfinder" Linus Torvalds konkrete Pläne für die nächste Kernel-Version bekannt gegeben haben – das berichtet der US-Newsdienst CNET unter Berufung auf einen Mitschnitt. So soll die Aufnahme neuer Features in den 2.5er-Kernel bereits Ende Oktober 2002 abgeschlossen werden. Kurz nach dem Jahreswechsel soll dann die Fehlerjagd losgehen, damit im Juni 2003 der 2.6er-Kernel für den Produktiveinsatz fertig sein kann. Als wesentliche Neuerung für 2.6 nennt Torvalds den Umgang mit blockorientierten Geräten.

Mit der konkreten Ankündung der Kernelversion 2.6 greift Torvalds einer wohl noch schwelenden Diskussion darüber vor, ob der nächste Nicht-Testkernel vielleicht gleich die Versionsnummer 3.0 tragen soll. Mit solchen Eigenmächtigkeiten könnte Torvalds sich unbeliebt machen. Dazu gehört auch seine Entscheidung, statt der in Open-Sourcen-Projekten gebräuchlichen Versionsverwaltung CVS auf "BitKeeper" zu setzen – ein komfortableres System, das allerdings nur unter gewissen Auflagen kostenlos einsetzbar ist. (ps)