Linux und .NET knabbern an HP-UX, Solaris und AIX

Linux-Serversysteme und .NET-Server werden den proprietären Unix-Derivaten bis zum Jahr 2009 erhebliche Marktanteile abnehmen, glauben britische Marktforscher.

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Linux-Serversysteme und .NET-Server werden den kommerziellen Unix-Derivaten von HP, Sun und IBM bis zum Jahr 2009 erhebliche Marktanteile abnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die britische Butler Group in ihrer aktuellen Studie Server Operating Systems -- Winners & Losers in the Open/Proprietary OS Market, die nun vorgestellt wurde. FĂĽr den Bericht haben die Analysten elf aktuelle Server-Betriebssysteme unter die Lupe genommen.

Die Marktforscher sehen die Zeit gekommen, dass die für die IT in ihren Unternehmen zuständigen Manager mehr auf die Kosten achten und für eine Vereinheitlichung der Infrastruktur sorgen. Kurzfristig, also in den Jahren bis 2004, werde es eine rapide Zunahme von Linux-Datei- und Druck-Servern geben, die vor allem an die Stelle von NT-Systemen treten. Die drei Systeme HP-UX, IBM AIX und Solaris werden in der Zeit weiter den Highend-Sektor bestimmen, glauben die Marktforscher.

Von 2005 bis 2008 werde sich der Markt der Server-Betriebssysteme konsolidieren. In dieser Zeit werden die Lowend-Unix-Systeme, aber auch Windows-Server weiter durch Linux ersetzt. Am anderen Ende werden die Unix-Betriebssysteme durch .NET und mehr noch durch Linux herausgefordert. Diese beiden Systeme würden langfristig auch die Gewinner sein und den Markt beherrschen, heißt es bei der Butler Group. Die vollständige, 292-seitige Studie Server Operating Systems Report soll im November für 1250 Britische Pfund (1981 Euro) erhältlich sein. (anw)