Palm mit Smartphone auf Aufholjagd

Palms Smartphone Tungsten-W mit eingebautem GPRS-fähigem Triband-GSM-Modul soll Marktanteile zurückgewinnen.

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Nach dem Tungsten T zeigt PDA-Hersteller Palm auf seiner Hausmesse in New York ein zweites Modell der neuen Baureihe: Das Smartphone Tungsten-W mit eingebautem GPRS-fähigem Triband-GSM-Modul soll Marktanteile zurückgewinnen.

Die Telefoniefunktionen lassen sich wohl nur per Headset nutzen, da Mikrofon und Lautsprecher fehlen. Zusätzlich zur Graffiti-Eingabe hat das Smartphone eine eingebaute Mini-Tastatur und die beim T-Model eingeführte Navigationstaste, doch eine Tastaturbeleuchtung hat Palm vergessen. Das reflektive Farbdisplay mit 320 × 320 Punkten entspricht dem De-Facto-Standard bei PDAs. Im Inneren steckt herkömmliche Technik, ein Dragonball-Prozessor mit Palm OS 4.1 -- keine Spur von Modernisierungen wie im Tungsten T.

Palms bisherige funkenden PDAs, der Palm VII und Palm i705 waren aufgrund proprietärer Funktechniken nur in den USA nutzbar. Mit dem Tungsten W steigt Palm etwas spät in den Markt mit den weltweit nutzbaren GSM-Smartphones ein. Während Palm bei den reinen PDAs mit einem Anteil von 31 Prozent immer noch als Marktführer gilt, landet bei den Smartphones Nokia mit satten 57 Prozent laut Marktforschern Canalys an erster Stelle. Der direkte Konkurrent Handspring hat das dem Tungsten W ähnliche Treo 270 vor fast genau einem Jahr angekündigt und verkauft ihn den Umständen entsprechend gut.

Der Tungsten W soll zuerst in den USA und in Großbritannien auf den Markt kommen, den Einführungspreis schätzt Palm mit 549 US-Dollar. Ob und zu welchem Preis er in Deutschland erhältlich sein wird, ist derzeit unklar. Vermutlich will Palm wie die meisten anderen Anbieter von Smartphones mit GSM-Providern zusammenarbeiten, vor allem Vodaphone soll im Gespräch sein. (jow)