France Telecom sieht keine Zukunft für MobilCom-UMTS
Der hoch verschuldete französische Konzern erwartet von deutschen Banken eine "glaubwürdige Lösung" für die Zukunft von MobilCom.
Die hoffnungsvollen Signale für MobilCom verdichten sich, obwohl offiziell noch keine Entscheidungen gefallen sind. Der hoch verschuldete französische Konzern France Telecom erwartet von deutschen Banken eine "glaubwürdige Lösung" für die Zukunft des existenzbedrohten deutschen Mobilfunkanbieters. Der Finanzchef des Großaktionärs France Telecom, Jean-Louis Vinciguerra, wird von dpa aber bereits mit einer freudigen Nachricht für das Büdelsdorfer Telecom-Unternehmen zitiert: "Es scheint, als zeichne sich auf deutscher Seite eine Lösung ab."
Vinciguerra bestätigte nach dem Bericht die Bereitschaft von France Telecom, einen Teil der Schulden von MobilCom zu übernehmen. Dies solle die "Beendigung oder das Einfrieren der UMTS-Tätigkeit von MobilCom erleichtern". Dass France Telecom allerdings ein nur vorübergehendes Aussetzen der UMTS-Investitionen bei MobilCom befürwortet, ist nach den Aussagen von Vinciguerra äußerst unwahrscheinlich. Denn UMTS von MobilCom hat nach seiner Ansicht "keine Zukunft".
Auf der Verwaltungsratssitzung von France Telecom am gestrigen Montagabend waren noch keine Entscheidungen über das weitere Vorgehen bei MobilCom getroffen worden. Von französischen Gewerkschaftsvertretern, die bereits von ihren deutschen Kollegen um Unterstützung bei der Rettung des Unternehmens gebeten worden waren, verlautete, France Telecom sei auf gutem Weg zu einer Lösung, MobilCom vor der Insolvenz zu retten. (jk)