Umsatzplus bei France Telecom
Das französische Unternehmen und die Tochter Orange konnten in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres ihre Umsätze steigern.
France Telecom hat in den ersten neun Monaten den Umsatz um fast 9 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro gesteigert. Für das Gesamtjahr peilt das hoch verschuldete Unternehmen ein Umsatzplus zwischen 8 und 9 Prozent an. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sollen dabei um mehr als 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert steigen. France Telecom hatte am 30. September 2002 insgesamt 108 Millionen Kunden, die meisten davon, nämlich 49 Millionen, mit Festnetz-Anschlüssen. 48,9 Millionen Kunden zählte das Unternehmen im Mobilfunkbereich.
Erfreulich erscheint auf den ersten Blick auch das Ergebnis der Mobilfunktochter Orange, die in den ersten neun Monaten ein kräftiges Umsatzplus verzeichnen konnte. Orange hat in den drei Quartalen 2,5 Millionen neue Kunden hinzugewonnen. Der Umsatz inklusive des Geräteverkaufs sei um 12,8 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro gestiegen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Beim Netzbetrieb betrug das Umsatzwachstum 15,4 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.
Orange-Vorstand Graham Howe gab allerdings einen verhaltenen Ausblick. Es sei wahrscheinlich, dass im gesamten Jahr 2002 das angepeilte Umsatzplus von 15 Prozent nicht erreicht werden könne. Der Jahresumsatz werde wahrscheinlich knapp unter 17 Milliarden Euro liegen. Die Aktie verlor in Paris am Vormittag in einem schwächeren Gesamtmarkt 2,7 Prozent auf 6,13 Euro. Insgesamt zählt das Unternehmen jetzt 43,2 Millionen Kunden -- ein Plus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Frankreich stieg der Umsatz von 4,96 auf 5,62 Milliarden Euro, während er im zweitwichtigsten Markt Großbritannien ein Plus von rund zwölf Prozent auf 4,42 Milliarden Euro verzeichnete. In den anderen Ländern kletterte der Umsatz von 2,25 Milliarden auf 2,64 Milliarden Euro.
Bei der für Mobilfunkanalysten wichtigen Größe des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde (ARPU) habe es leichte Fortschritte gegeben. In Frankreich konnte der Rückgang beim ARPU verringert werden und stabilisiert sich nach Angaben von Orange. In Großbritannien verzeichnete das Unternehmen bis September gegenüber dem Vorjahreswert ein leichtes Plus beim durchschnittlichen Umsatz pro Kunde, nachdem er im Gesamtjahr 2001 um 12,1 Prozent gefallen war. (anw)