Keine Erholung im PC-Markt abzusehen

Die Marktforscher der Giga Information Group schildern die Trends 2003 aus ihrer Sicht, darunter: Apple nutze bald x86-Technik, Linux gewinne weiter gegenĂĽber kommerziellen Unix-Varianten.

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Der weltweite PC-Markt wird sich auch im vierten Quartal 2002 oder im kommenden Jahr nicht wesentlich erholen, sagt Rob Enderle, Vizepräsident bei der Giga Information Group. Die Unternehmen sehen vermehrt Linux als besseres Betriebssystem, im Gegensatz zu kommerziellen Unix-Derivaten. Apples "technische Benachteiligung" gegenüber Intel -- womit die Marktforscher offensichtlich den in der Öffentlichkeit teilweise bemängelten Rückstand bei der Taktfrequenz von Motorolas Prozessoren meinen -- werde sich verringern, wenn der Computerhersteller ab Ende kommenden Jahres auf x86-Prozessoren zurückgreife.

Die Giga Group beleuchtete 85 Bereiche der IT-Branche, darunter Desktops und mobile PCs, Telekommunikation, Sicherheit sowie Mobile and Wireless Devices. Im letztgenannten Bereich werde durch neue Geräte die Unterscheidung zwischen PDA, Mobiltelefon, Smartphone, Communicator und Notebook schwieriger. Bei der rapiden Entwicklung des Marktes könnten Anbieter, die einen Trend verpassen, schnell das Nachsehen haben.

Für die Sicherheit werden die Unternehmen im kommenden Jahr weltweit etwa so viel investieren wie in diesem Jahr, heißt bei der Giga Information Group. Von einem Trend zu mehr Vorsicht werden aber Unternehmen profitieren, die Infrastrukturlösungen anbieten, also für Finanzdienstleistungen, Transport, Energie, Telekommunikation und im Gesundheitssektor.

Mehr Firmen werden künftig weniger mit Entlassungen oder Einstellungen auf die Konjunktur reagieren, sondern auf flexible Teams zurückgreifen, die über das Internet per Online-Meetings oder Videokonferenzen miteinander kooperieren. Flexibilität müssen die Firmen nach Ansicht der Giga Group auch aufbieten. Denn es habe sich gezeigt, dass für viele Unternehmen strategisches Planen in der Krise fast unmöglich sei. (anw)