Asien-Pazifik-Staaten wollen Raubkopien bekämpfen
Die Überwindung der "digitalen Spaltung" und der Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen waren zwei der Themen der diesjährigen APEC-Konferenz.
Die Überwindung der "digitalen Spaltung" und der Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen waren zwei der Themen der diesjährigen Gipfelkonferenz der asiatisch-pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) im mexikanischen Los Cabos. Die 21 Mitglieder, darunter die USA, China, Australien, Russland und Japan, haben auch erklärt, gemeinsam gegen Cybercrime vorgehen zu wollen und gegen die Verbreitung von Raubkopien über das Internet zu kooperieren.
Die Mitgliederstaaten bekräftigen auch den vor zwei Jahren in Brunei eingeschlagenen Kurs, liberale Marktbedingungen für einen florierenden Internet-Handel schaffen zu wollen. Das exponentielle Wachstum der Vernetzung und des E-Commerce verlange nach geeigneten Vereinbarungen und einer Wirtschaftspolitik, die eine Vernetzung der Welt fördert. Dabei müssten Zölle und andere Handelsbarrieren abgebaut werden.
Zum Schutz geistigen Eigentums sollten hingegen alle Staaten der WIPO beitreten und das entsprechende Abkommen in ihre nationalen Gesetze einfließen lassen. Dadurch soll gesichert werden, dass bei allem Wachstum des Internet und des E-Commerce nicht auch der "Diebstahl" urheberrechtlich geschützter Werke entsprechend zunimmt. Die Business Software Alliance sieht in Asien einen schwungshaften Handel mit Software-Raubkopien und beziffert den Schaden für die Hersteller für das Jahr 1999 auf 2,8 Milliarden US-Dollar. (anw)