Vivendi lehnt Angebot von Vodafone für Cegetel ab

Der hoch verschuldete Medienkonzern Vivendi Universal hat das Angebot der britischen Vodafone für seine 44 Prozent Anteile an der Telekommunikationsgruppe Cegetel abgelehnt.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der hoch verschuldete Medienkonzern Vivendi Universal hat das Angebot der britischen Vodafone für seine 44 Prozent Anteile an der Telekommunikationsgruppe Cegetel abgelehnt. Die angebotenen 6,77 Milliarden Euro entsprächen nicht dem wirklichen Wert von Cegetel, hieß es in einer Mitteilung von Vivendi Universal vom Dienstag in Paris.

Die Franzosen pokern trotz ihrer Finanzkrise hartnäckig mit Vodafone um die Aktienmehrheit an der Cegetel-Gruppe, zu der auch Frankreichs zweitgrößter Mobilfunkanbieter SFR gehört. Vivendi hält bereits 44 Prozent an Cegetel und reklamiert ein Vorkaufsrecht auf den 26-Prozent-Anteil von BT (British Telecom) sowie die 15-Prozent-Beteiligung des US-Unternehmens SBC Communications für sich. Der Konzern versucht in intensiven Verhandlungen mit den Banken, doch noch die notwendigen Milliarden-Summen zusammenzubringen, damit Vodafone nicht zum Zuge kommt.

Vodafone hatte vier Milliarden Euro für den BT-Anteil und 2,3 Milliarden für das SBC-Aktienpaket geboten. Vivendi könnte diese Käufe wegen einer Vorkaufsrechtsklausel verhindern, sofern das Unternehmen selbst zur Zahlung des von Vodafone gebotenen Preises plus 13 Prozent Aufschlag im Fall von SBC bereit wäre.

In dem Kampf um Cegetel, hatte Vivendi Universal in der vergangenen Woche eine Atempause erhalten, um eine Gegenoffensive zu starten. Das Pariser Handelsgericht hatte die Frist für Vivendis Vorkaufsrecht auf Cegetel um einen Monat bis zum 10. Dezember verlängert. (wst)