Intershop vergrößert Verluste

Der Jenaer E-Commerce-Spezialist will nun auch für das vierte Quartal Verluste nicht mehr ausschließen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der seit langem kriselnde Jenaer Softwarehersteller Intershop muss im dritten Quartal bei sinkenden Umsätzen einen höheren Verlust melden. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Jena mitteilte, liegt der Nettoverlust jetzt bei 7,5 Millionen Euro oder 0,08 Euro je Aktie. Im zweiten Quartal hatten hier noch 5,8 Millionen Euro oder 0,06 Euro je Aktie zu Buche gestanden. Der Umsatz sank im dritten Quartal von 12,1 Millionen Euro im Vorquartal auf 8,9 Millionen Euro.

Der Umsatzrückgang spiegele die anhaltende weltweite Konjunkturschwäche, zurückhaltende Investitionen in der Informationstechnologie und saisonale Effekte im europäischen Markt wider, erklärte Intershop. Aufgrund des zum Jahresende üblichen Ausschöpfens der IT-Budgets der Unternehmen und aufgeschobener Kundenaufträge aus dem dritten Quartal gehe Intershop allerdings davon aus, dass der Umsatz im vierten Quartal 2002 deutlich über dem Umsatz des Vorquartals liegen werde. Das Unternehmen halte zwar grundsätzlich an seinem Ziel fest, im vierten Quartal 2002 ein ausgeglichenes EBITDA-Ergebnis zu erreichen, hieß es weiter, aufgrund der "schwierigen Marklage" könne aber im vierten Quartal ein Verlust auf EBITDA-Basis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von bis zu 3 Millionen Euro "nicht ausgeschlossen" werden.

An diesem Mittwoch hält Intershop eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Bei dieser Versammlung sollen die Aktionäre unter anderem dazu aufgefordert werden, einer Aktienzusammenlegung von je fünf bestehenden zu einer neuen Intershop-Inhaberstammaktie zuzustimmen. (wst)