Software AG fehlen Lizenzeinnahmen
Das Darmstädter Unternehmen nahm im abgelaufenen Quartal durch Lizenzen nur halb so viel Geld ein.
Die Darmstädter Software AG leidet weiterhin unter dem schwachen Geschäft mit Lizenzeinnahmen. Im dritten Quartal haben sich die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in diesem Bereich von 43,3 Millionen Euro auf 26,2 Millionen Euro fast halbiert. Insgesamt rutschte der Umsatz von 141,5 Millionen Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres auf nunmehr 114,8 Millionen Euro ab. Der Nettogewinn sank von 11,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,6 Millionen Euro. Wegen der Flaute auf dem IT-Markt werde das Unternehmen seinen strikten Sparkurs fortsetzen.
Der Umsatz der ersten neun Monate des Jahres liegt mit 354,6 Millionen Euro um 17 Prozent unter dem des Vergleichszeitraum des Vorjahres, als die Software AG nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis von 428,9 Millionen Euro erzielen konnte. Ein Drittel der Umsätze entfällt auf Amerika, für Europa verzeichnet man 58 Prozent, davon 18 Prozent in Deutschland. Der Nettogewinn betrug 17,4 Millionen Euro gegenüber 22,4 Millionen Euro im Vorjahr.
"Die allgemeine Schwäche im IT-Markt hat sich im dritten Quartal des Geschäftsjahres unverändert fortgesetzt", heißt es bei der Software AG. Der Umsatzrückgang sei auf deutlich geringere Lizenzeinnahmen zurückzuführen, aber auch auf veränderte Wechselkurse zwischen Euro und US-Dollar. Der schwächere US-Dollar habe den Quartalsumsatz um rund 4 Millionen Euro geschmälert. Auch sei das im Frühjahr 2002 erstmals aufgetretene Problem massiver Verschiebungen von Projekten auf einen späteren Zeitpunkt weiterhin spürbar. (anw)