Kooperation für organische Displays
Das Unternehmen Cambridge Display Technology übernimmt einen Teilbereich von Opsys und erhofft sich damit einen Entwicklungsschub bei organischen Displays.
Cambridge Display Technology, namhafter Lizenzgeber für die Herstellung von LEP-Anzeigen (Light Emitting Polymer), und das amerikanisch-englische Unternehmen Opsys werden die Entwicklung neuer Display-Techniken zukünftig gemeinsam vorantreiben. CDT teilte mit, dass man den im englischen Oxford ansässigen Geschäftsbereich von Opsys übernehmen wolle, um OLEDs (Organic Light Emitting Displays) gezielt im Markt zu etablieren. Der amerikanische Geschäftsbereich von Opsys soll von der Übernahme nicht betroffen sein.
CDT hat sich bislang auf OLEDs spezialisiert, die Polymere als organische Substanz verwenden. Mit dem Teilerwerb von Opsys übernimmt CDT gleichzeitig die Rechte an der Entwicklung von organischen Displays, die aus Dendrimeren bestehen. Dieses organische Material besteht aus großen Molekülen mit einem Zentrum, von dem mehrere Ketten ausgehen und sich wie Äste an Bäumen verzweigen. Dendrimere verfügen über Eigenschaften, die sich außerordentlich gut steuern lassen. Displays, die als organische Substanz Dendrimere verwenden, erreichen eine deutlich größere Helligkeit als die Polymer-Exemplare. Die Herstellung solcher Displays ist allerdings erheblich komplizierter.
Die Vorteile organischer Displays im Vergleich zu LCDs liegen unter anderem in einer verminderten Bautiefe sowie in der deutlich geringeren Leistungsaufnahme derart ausgestatteter Geräte wie beispielsweise Mobiltelefone, da OLEDs ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen. Von einer baldigen Verdrängung der weit verbreiteten Flüssigkristalltechnik spricht man in Expertenkreisen jedoch nicht.
Statistiken von DisplaySearch zufolge werden die mit der OLED-Technik erwirtschafteten Beträge für 2002 auf etwa 85 Millionen US-Dollar beziffert. Für das Jahr 2007 nennt das Marktforschungsinstitut eine Größenordnung von drei Milliarden US-Dollar mit einem Marktanteil von etwa vier Prozent bei den Flachbildschirmen. (ecp)