"Neue HP" in Deutschland ist auch juristisch unter Dach und Fach
In die neue Ära geführt wird HP Deutschland von Jörg Menno Harms (63), der bereits von 1993 bis 2000 Vorsitzender der Geschäftsführung war.
Hewlett-Packard und Compaq haben am Freitag die Fusion ihrer deutschen Ländergesellschaften auch rechtlich besiegelt. Die "neue HP" tritt bereits seit dem 7. Mai nach außen als eine Firma mit einer gemeinsamen Geschäftsführung und Sitz in Böblingen auf. Der Name Compaq verschwindet nun mit Ausnahme einiger Produktbezeichnungen aus dem Unternehmen. In die neue Ära geführt wird HP Deutschland von Jörg Menno Harms (63), der bereits von 1993 bis 2000 Vorsitzender der Geschäftsführung war. Er löst Heribert Schmitz (58) ab, der aus persönlichen Gründen mit Wirkung vom Donnerstag von seinem Chefposten zurücktrat und in den Aufsichtsrat wechselt.
Der Fusion vorausgegangen waren Auseinandersetzungen des Managements mit dem Compaq-Gesamtbetriebsrat, der von der IG Metall dominiert wird. Von insgesamt 8.500 Stellen der neuen HP sollen 1.100 abgebaut werden. Mitte Oktober erzielten die Arbeitnehmervertreter mit dem Management eine Einigung, dass bis Ende März 2003 keine Kündigungen bei Compaq ausgesprochen werden können. Die früheren Compaq-Mitarbeiter können sich entscheiden, ob sie am Tarifvertrag, der bei Compaq galt, festhalten oder auf einen HP-Arbeitsvertrag umsatteln wollen. (dpa) / (jk)