Chat am Freitag: Der optimale PC
Mit den Hürden, Schlaglöchern und Fallstricken auf dem Weg zum maßgeschneiderten PC beschäftigt sich am kommenden Freitag der Chat auf heise online.
Der optimale PC läuft stets stabil, benötigt keinen Lüfter, bootet in Sekunden, lässt sich bequem überallhin mitnehmen und von jedem Ort aus erreichen. Er ist durch Module erweiterbar, kennt keine Speicherplatzprobleme und erledigt alle denkbaren Anwendungen jetzt und in aller Zukunft schnell, zuverlässig und geräuschlos. Selbst wenn so ein Gerät eines Tages gebaut werden könnte, bleibt es eine schöne Vision. Denn nach dem Willen der PC-Hersteller müssen Rechner, auch wenn sie noch so gut laufen, möglichst schnell wieder ausgemustert werden. Letzte Zweifel beim Kunden räumen die ständig wachsenden Grafik-Anforderungen der neuesten Spielegeneration oder die aktuelle Version eines ressourcenhungrigen Betriebssystems aus. Wer da mithalten will oder vielleicht auch muss, kann sicher sein, dass selbst der teuerste maßgeschneiderte Rechner bald erste Alterserscheinungen zeigt.
Auch wenn immer mehr User davon überzeugt sind, gar nicht mehr Leistung zu benötigen: Irgend etwas stört immer -- ein zu lauter Lüfter hier, zu wenig Speicher oder ein zu langsamer Bus da. Umrüsten, neuer Komplett-PC oder Notebook, das sind dann die Alternativen. Ärgerlich nur, wenn kein Hersteller den Wunsch-PC im Angebot hat und der alte Rechner mit den steigenden Ansprüchen nicht mitwachsen will. Denn PCs von der Stange sind häufig mit abgespeckten Mainboards bestückt. Solche OEM-Versionen haben mit nachträglich eingebauten Steckkarten oder Speichermodulen deutlich mehr Probleme als die im Einzelhandel verfügbaren Komponenten.
Den Wunsch-PC kann man auch bauen lassen oder selbst zusammenschrauben: Man nehme je nach Wahl Prozessor, Motherboard, Speicher, Festplatte, Grafikkarte -- alles superschnell und aus der aktuellen Baureihe. Fertig ist das gute Stück, auch wenn es erfahrungsgemäß nur eingeschränkt funktioniert, weil etwa Treiber noch im Beta-Stadium ausgeliefert wurden oder das Mainboard Probleme mit dem schnellen Timing des DDR-RAM hat. Doch wenn man die Komponenten geschickt auswählt, lassen sich selbst gebaute Rechner optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Geld sparen lässt sich mit dem Kauf von Einzelteilen allerdings kaum, Komplett-PCs kosten meist weniger.
Ob im Eigenbau oder von der Stange -- der optimale PC existiert für manchen Anwender nur auf dem Papier. So können die Hersteller den Wunsch nach leistungsstärkeren, gleichzeitig aber leiseren und stromsparenderen Systemen derzeit nicht erfüllen. Auch das Versprechen, PCs zu bauen, die einfacher zu konfigurieren und zu warten sind, haben die Produzenten noch nicht eingelöst.
Mit Schlaglöchern und Fallstricken auf dem Weg zum maßgeschneiderten PC und der Frage, welche Anforderungen die User an künftige Rechnergenerationen stellen, beschäftigt sich der Chat auf heise online am Freitag, den 8. November. Zwischen 15 und 16 Uhr beantworten Torsten Duffner, Geschäftsführer der Leo GmbH, die unter anderem leise und besonders kleine PCs vertreibt; Nader Yasseri, Techniker bei der Comptronic Handeslgesellschaft, einem Spezialisten für individuell konfigurierte Systeme; Ugur Tulumoglu von der AlfaNet GmbH, die den Service und Support für den Motherboard-Hersteller DFI abwickelt, und die c't-Redakteure Jörg Wirtgen und Christof Windeck die Fragen der Chat-Teilnehmer.
Der Chat-Raum öffnet am Freitag wie gewohnt eine Stunde vor dem offiziellen Start. Ab 14 Uhr führen Links auf der Homepage von heise online und den Chat-Seiten direkt zur Veranstaltung. (em)