MobilCom-Verhandlungen gehen weiter

Auch diese Woche geht es um die strittigen Details des Vertrags, mit dem Schmid seine Aktien an einen Treuhänder übertragen soll.

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Nach einer Denkpause über das Wochenende verhandeln MobilCom-Gründer Gerhard Schmid und die Bundesregierung am Montag weiter über die Zukunft des Unternehmens. Das bestätigte eine Sprecherin Schmids gegenüber dpa. Dabei geht es um die strittigen Details des Vertrags, mit dem Schmid seine Aktien an einen Treuhänder übertragen soll. Das Unternehmen werde am Montag keinen Insolvenzantrag einreichen, sagte ein MobilCom-Sprecher. Gestern hieß es in einem Zeitungsbericht, entgegen seiner Behauptungen habe Schmid sich von MobilCom-Anteilen getrennt. Damit hätte Schmid statt wie im April 39,7 nun noch 31 Prozent Anteil an dem Unternehmen.

Am Freitag steckten die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und Schmid in einer Sackgasse und blockierten eine Lösung des gesamten Problems. Die Beteiligten tauschten Schuldzuweisungen aus und setzten die Verhandlungen nicht mehr fort. Sollte es nach Wiederaufnahme der Gespräche nicht zu einem Befreiungsschlag kommen, so wäre in dieser Woche eine Insolvenz des Unternehmens wahrscheinlich. Unterdessen hat vorige Woche die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) ein offizielles Verfahren wegen des Verdachts auf Insiderhandel mit MobilCom-Aktien eingeleitet. (anw)