IT-Dienstleister GFT rutscht tiefer in die rote Zahlen

Der IT-Dienstleister, der Deutsche Bank und die Post zu den Großaktionären zählt, will 2003 wieder "deutliche Gewinne" schreiben.

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  • JĂĽrgen Kuri

Der IT-Dienstleister GFT rutscht tiefer in die roten Zahlen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen betrug nach neun Monaten minus 13,7 Millionen Euro, im gleichen Vorjahreszeitraum ergab sich ein Verlust von 2,3 Millionen Euro. Der Umsatz lag nach drei Quartalen bei 119,8 Millionen Euro, teilte die am Neuen Markt notierte GFT Technologies AG (St. Georgen/Schwarzwald-Baar-Kreis) mit. Vergleichszahlen zum Vorjahr gibt es für die Erlöse auf Grund einer großen Übernahme nicht; im dritten Quartal fiel ein Umsatz von 37 Millionen Euro an. Den Umsatzrückgang um 14 Prozent vom zweiten auf das dritte Quartal führ GFT auf saisonal übliche Schwankungen zurück; ihnen stünden Kosteneinsparungen von 11 Prozent beim Material- und 10 Prozent beim Personalaufwand gegenüber.

Im Projektgeschäft habe sich die andauernde Investitionszurückhaltung der Unternehmen widergespiegelt, meint das Management von GFT. Dafür gewännen Produkt-, Wartungs- und Freelance-Geschäft zunehmend an Bedeutung. Auf die Sparte, die selbstständig arbeitende IT-Experten an Großunternehmen verleiht und Projektgeschäft betreibt, setzt GFT bei der Hoffnung auf Umsatzsteigerungen.

Insgesamt gibt sich GFT optimistisch, im nächsten Jahr -- bei einer "beständigen Wirtschaftslage" -- wieder einen "deutlichen Gewinn" zu erwirtschaften, meint Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär des IT-Dienstleisters. In dieser Ansicht unterstützt sieht sich das Unternehmen durch einen neuen Großauftrag über 7 Millionen Euro -- für die Deutsche Bank werde eine "neue, zukunftsweisende Systemarchitektur für die Filialen und Servicezentren" realisiert, hieß es. Deutsche Bank und die Deutsche Post zählen zu den Hauptkunden der GFT -- sie sind gleichzeitig unter den größten Einzelaktionären bei GFT: Ein Viertel der GFT-Aktien hält die Deutsche Bank, die Deutsche Post 12 Prozent. Für die Deutsche Post entwickelte GFT beispielsweise die elektronische Briefmarke Stampit. (jk)