Steuererhöhung für Zeitschriften mit CDs geplant
Der Zeitschriftenverlegerverband hat an die Bundesregierung appelliert, die bisher geltende Steuervergünstigung für Zeitschriften mit CDs nicht zu streichen.
Der Zeitschriftenverlegerverband hat an die Bundesregierung appelliert, die bisher geltende Steuervergünstigung für Zeitschriften mit CDs nicht zu streichen. Zurzeit wird für eine Zeitschrift auch dann, wenn eine CD oder eine andere Zugabe beiliegt, nur 7 Prozent Mehrwertsteuer abgeführt. Diese Regel, die auch für Bücher gilt, will die Regierungskoalition mit dem geplanten Gesetz zum Abbau von Steuervergünstigungen abschaffen.
"Dies ist eine Steuererhöhung um 9 Prozent", klagte Wolfgang Fürstner, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger am Freitag in Berlin. Sie verteuere Zeitschriften und Bücher und führe zu unzumutbaren Schwierigkeiten bei ihrem Vertrieb über den Einzelhandel.
Gerade in den pädagogisch wichtigen Bereichen wie Schulbüchern, Kinder- und Jugendzeitschriften würden CDs und Spielsachen zur Förderung des Nachwuchses beigegeben, so der Verband. Die finanziellen Spielräume bei diesen Zielgruppen seien besonders begrenzt. Mit einer Verteuerung pädagogisch wichtiger Medien würden sich die bekannten Bildungsdefizite der jungen Menschen in Deutschland noch verschärfen. Fürstner wies außerdem darauf hin, dass der Gesetzgeber im jüngst verabschiedeten Preisbindungsgesetz ausdrücklich erlaube, kombinierte Produkte im Preis zu binden. Die jetzt vorgesehenen Steuerregelung stehe hierzu im Widerspruch. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger bitte die Regierung nachdrücklich, den kulturpolitisch gewollten reduzierten Mehrwertsteuersatz für Zeitungen, Zeitschriften und Bücher nicht auszuhöhlen. (cp)