PSI schrumpft der Umsatz
Trotz eines Umsatzrückgangs von rund 12 Millionen Euro in den ersten neun Monaten will das Softwarehaus 2003 in die Gewinnzone zurückkehren.
Das Berliner Softwarehaus PSI will nach starken Verlusten und einem weiteren Stellenabbau unverändert im kommenden Jahr wieder die Gewinnzone erreichen. Das am Neuen Markt notierte Unternehmen erwartet 2003 bei konstantem Umsatz ein operatives Plus von 2 bis 4 Millionen Euro sowie ein ausgeglichenes Konzernergebnis. Für das laufende Jahr werde weiter von einem Umsatzrückgang um 15 Prozent sowie einem operativen Verlust von 12 Millionen Euro ausgegangen, teilte die PSI AG am Montag mit.
In den ersten neun Monaten ging der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 121,2 Millionen auf 109,19 Millionen Euro zurück. Das operative Ergebnis sei auf minus 10,69 Millionen Euro gesunken. Vor einem Jahr gab es hier noch ein Plus von 0,72 Millionen Euro. Darin seien 6,9 Millionen Euro Risikovorsorge, Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten enthalten. Der Konzernverlust lag Ende September bei 11,01 Millionen Euro, also 1,2 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor. Die Liquidität sei von 13,17 Millionen auf 21,8 Millionen Euro gestiegen.
Wie bereits angekündigt, werden 65 weitere Stellen im Bereich Produktionsmanagement gestrichen. Hier war der Umsatz um 18,6 Prozent auf 35,79 Millionen Euro zurückgegangen und wies somit von allen Bereichen den größten Rückgang auf. Nach Abschluss der Restrukturierung sollen noch etwa 1250 Mitarbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt sein. Die PSI-Aktie legten am Vormittag an der Börse um 4,6 Prozent auf 1,59 Euro zu. (anw)