IDC: Das schwärzeste Jahr der IT-Geschichte
Nach dem RĂĽckgang 2002 machen die Marktforscher fĂĽr das Jahr 2003 wieder Hoffnung, auch wenn sie vor unrealistischen Erwartungen warnen.
Mit einem Umsatzrückgang von 2,3 Prozent ist das Jahr 2002 laut US-Marktforscher IDC das schwärzeste Jahr in der Geschichte der IT-Industrie. In einer Telefonkonferenz sagte IDC-Analyst John Gantz mit Blick auf den Rückgang von insgesamt 3 Prozent über die beiden vergangenen Jahre: "Dies steht in scharfem Kontrast zu den durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten von 12 Prozent, die die IT-Industrie in den vergangenen 20 Jahren erzielte."
Das schlechte Ergebnis habe vor allem der Rückgang bei PCs, Servern und Workstations verursacht, der Umsatz in diesen Bereichen sank im Vergleich mit dem Vorjahr um mehr als neun Prozent. Erst in vier Jahren soll hier laut IDC wieder das Niveau des Jahres 2001 erreicht werden. Die Netzwerksparte werde 2002 vor allem wegen der rückläufigen Bestellungen aus dem Telekommunikationssektor um 7,6 Prozent sinken. Einen ähnlich dramatischen Absturz habe der Service-Markt hinter sich, der schon ein Drittel des weltweiten IT-Umsatzes generiert.
Allerdings fehlt auch nicht der Hoffnungsschimmer: Für das Jahr 2003 erwarten die Marktforscher wieder eine Wachstumsrate von 5,8 Prozent. Dennoch warnt IDC vor unrealistischen Erwartungen. Denn die Ausgaben für Software würden weiterhin niedrig bleiben, während ein Preiskampf im Hardwaresektor die Umsätze drücke. Außerdem könnten weltweite wirtschaftliche oder politische Ereignisse wie ein weiterer Börsenabschwung oder ein Krieg im Irak die prognostizierten Wachstumsraten drücken. (bb)