Bundespräsident Rau unterstützt Internet-Initiative für Toleranz
Jugendliche präsentieren Spielregeln für einen toleranten Umgang miteinander im World Wide Web.
Rund 60 Jugendliche präsentierten heute Bundespräsident Johannes Rau die Netiquette, die sie für einen toleranten Umgang im World Wide Web ausgearbeitet haben. Rau sagte bei der Vorstellung der Ergebnisse von anderthalb Jahren Arbeit im Rahmen der Aktion Step 21/Fairlink: "Das Projekt ist wichtig, weil auf Toleranz und Fairplay auch das Internet angewiesen ist. Wir dürfen es nicht denen überlassen, die es als Informationsquelle vergiften und die in ihm statt geistiger Nahrung Hass anbieten."
Rau appellierte an die Internet-Anbieter, ihre freiwillige Kontrolle weiter zu verstärken und rief die Nutzer auf, extremistische Internet-Angebote zu boykottieren. Außerdem forderte der Bundespräsident internationale Zusammenarbeit gegen Extremismus im Internet: "Die Staaten müssen in ihren Gesetzen und in internationalen Vereinbarungen festlegen, welche Inhalte im Internet nichts zu suchen haben." Die entsprechenden Regeln und Verbote müssten dann konsequent angewendet und durchgesetzt werden.
In 14 Einzelprojekten haben die Jugendlichen Tipps zum respektvollen Handeln im Internet zusammengestellt, abrufbar unter www.step21.de. Die Beteiligten nennen sich Toleranzschiedsrichter und wollen Internet-Surfer für den Umgang mit so genannten Hass-Seiten wappnen. Unterstützung für ihr Projekt haben die Toleranzschiedsrichter dabei unter anderem auch von Fernsehmoderator Johannes B. Kerner und Steffen Reiche, Bildungsminister im Land Brandenburg. (tol)