Amnesty International klagt IT-Firmen an

Sun, Nortel, Cisco, Microsoft und Websense helfen laut Amnesty International der chinesischen Regierung, die Internetnutzung in China zu überwachen und zu zensieren.

vorlesen Druckansicht 342 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Wolfgang Stieler

Unter anderem Sun, Nortel, Cisco, Microsoft und Websense helfen laut Amnesty International der chinesischen Regierung, die Internetnutzung in China zu überwachen und zu zensieren. Das geht aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation über State Control of the Internet in China hervor, in dem die genannten Firmen explizit aufgeführt werden.

Bereits am Dienstag hatte die Menschenrechtsorganisation die Fälle von 33 Personen angeprangert, die wegen Nutzung des Internets in der Volksrepublik China festgenommen oder inhaftiert worden sind. Amnesty fordert von den dortigen Behörden ihre sofortige Freilassung. Sie hätten das Internet lediglich zur Verbreitung ihrer Meinungen sowie zum Austausch von Informationen genutzt.

Websense, ein Spezialist für Internet-Überwachungssoftware, wies nach US-Medienberichten die Vorwürfe bereits zurück und erklärte, man habe keinerlei Verträge mit der chinesischen Regierung. Microsoft erklärte, man konzentriere sich darauf, den Kunden die bestmögliche Technologie zu liefern. Wie diese Technologie letztendlich eingesetzt werde, könne Microsoft jedoch nicht beeinflussen. (wst)