Insolvenzverfahren bei Bäurer kann starten
Nachdem die Schuldnerbanken dem Sanierungskonzept zugestimmt haben, hat der Insolvenzverwalter nun die Eröffnung der Insolvenz für den Softwarekonzern empfohlen.
Nachdem die Schuldnerbanken dem Sanierungskonzept zugestimmt haben, hat der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Grub nun die Eröffnung der Insolvenz für die Bäurer AG und zwei Beteiligungsgesellschaften empfohlen. Wie das Software-Unternehmen mitteilte, rechnet es für das kommende Jahr mit einem Umsatz von etwa 17 Millionen Euro und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von rund 770.000 Euro. 2001 hatte das Softwarehaus bei 76,4 Millionen Euro Umsatz einen Verlust von 40,9 Millionen Euro hinnehmen müssen.
Bäurer hatte sich mit hohen Investitionen übernommen und im Oktober Insolvenz angemeldet. Das Sanierungskonzept von Grub sieht eine Rückführung auf die Kernkompetenz (Software für den Mittelstand) und eine Verringerung von Beteiligungen, Standorten und Personal vor. So sollen die Geschäfte der Bäurer AG und der TPS Labs GmbH fortgeführt werden, für die Bäurer Cargo GmbH ist ein Management-Buy-Out vorgesehen. Von zwei Beteiligungen in Fellbach bei Stuttgart und Ulm soll sich das Unternehmen aus dem Schwarzwald trennen.
In der Bäurer Unternehmensgruppe würden danach rund 220 Mitarbeiter tätig sein, in der AG etwa 150. Der Konzern hatte einstmals fast 1000 Menschen beschäftigt. (dpa)/ (tol)