Auch West Virginia will Prozess gegen Microsoft weiterführen

Nach Massachusetts hat nun auch West Virginia gegen das jüngste Urteil im Microsoft-Prozess Berufung angekündigt.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Nach Massachusetts hat nun auch West Virginia gegen das jüngste Urteil im Microsoft-Prozess Berufung angekündigt. In dem Urteil von Anfang November hatte Richterin Colleen Kollar-Kotelly die außergerichtliche Einigung zwischen Microsoft und dem US-Justizministerium als "im öffentlichen Interesse" akzeptiert und Forderungen nach weitergehenden Auflagen für Microsoft abgelehnt.

Die Auflagen für das weltgrößte Software-Unternehmen, denen Richterin Colleen Kollar-Kotelly zustimmte, gingen nicht weit genug, sagte jetzt der Justizminister von West Virginia, Darrell McGraw, in einer Stellungnahme. McGraw drängt vor allem darauf, dass Microsoft gezwungen werden muss, eine Windows-Version ohne integrierte Middleware bereitzustellen, da der Software-Riese mit der Integration des Browsers in sein Betriebssystem erwiesenermaßen gegen Anti-Trust-Bestimmungen verstoßen habe. Beobachter räumen der Berufung allerdings wenig Chancen ein.

Sieben andere Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington, die sich dem Vergleich mit dem Ministerium zunächst nicht angeschlossen hatten, wollen den Spruch der Richterin akzeptieren. Die Frist zur Einreichung von Berufungen lief am Montag ab. (wst)