Kurz informiert: Netzneutralität, WWDC, Produktpiraterie, Max-Planck-Institut
Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.
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Sorge um Netzneutralität
Zahlreiche internationale Organisationen kritisieren die Pläne der EU-Kommission, die großen US-Onlinedienste an den Infrastrukturkosten der großen europäischen Netzbetreiber zu beteiligen. Damit würde „der Regulierungsrahmen, der das freie und offene Internet trägt, dramatisch verändert“, warnen 31 zivilgesellschaftliche Organisationen in einem offenen Brief an Kommissionsvizepräsidentin Margrete Vestager und Binnenmarktkommissar Thierry Breton. „Anbieter von Inhalten oder Anwendungen für die Nutzung der Internetinfrastruktur zur Kasse zu bitten, unterminiert den elementaren Schutz der Netzneutralität in der EU“, mahnen die Unterzeichner. „Sender bezahlt“ bedeute schlicht, dass die Netzbetreiber für dieselbe Dienstleistung zweimal bezahlt werden wollen.
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Apple verabschiedet sich vom Passwort
Mit der Einführung von iOS 16, iPadOS 16 und macOS Ventura müssen Nutzerinnen und Nutzer künftig immer seltener Passwörter eingeben. Dank einer neuen Funktion namens "PassKey" soll das Einloggen auf Websites und in Apps schneller und zugleich sicherer werden, versprach Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC. Der Login ähnelt dem Aufschließen des Apple-Geräts: Per Face ID, Touch ID oder per Passcode weist sich der Nutzer aus. Im Hintergrund sendet der Server dem Gerät eine sogenannte Challenge. Bei erfolgreicher biometrischer Bestätigung erzeugt das Gerät mittels des privaten Schlüssels eine digitale Signatur, die an den Server übermittelt wird. Bei erfolgtem Abgleich ist der Nutzer eingeloggt.
Amazon gegen Produktpiraterie
Amazon sieht erhebliche Fortschritte im Kampf gegen den Verkauf gefälschter Waren auf der Plattform. So seien im vergangenen Jahr mit Beteiligung von Amazon mehr als drei Millionen Produktfälschungen ausgehoben worden, wie aus dem neuesten Bericht hervorgeht. Dabei gehe es sowohl um Artikel, die in den Logistik-Kreislauf des weltgrößten Internet-Händlers gebracht werden sollten, als auch um Fälle, in denen Amazon Unternehmen und Behörden Hinweise etwa auf Lager von Fälschern geben konnte.
Google und Max-Planck-Institut forschen gemeinsam
Das Max-Planck-Institut für Informatik und der Suchmaschinen-Anbieter Google werden in den nächsten Jahren in Saarbrücken gemeinsam an der Entwicklung noch "intelligenterer" Computer arbeiten. In einem neuen Forschungszentrum soll Grundlagenforschung in Bereichen der Computergrafik, Computer Vision und der Wechselbeziehung zwischen Mensch und Maschine betrieben werden. Dabei gehe es auch um künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, teilte das Max-Planck-Institut für Informatik mit.
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(igr)