Französische Regierung bestätigt Finanzspritze für France Télécom
Die französische Regierung will dem hoch verschuldeten Telekommunikationskonzern France Télécom mit neun Milliarden Euro unter die Arme greifen.
Die französische Regierung will dem hoch verschuldeten Telekommunikationskonzern France Télécom mit neun Milliarden Euro unter die Arme greifen. Der Kapitalzuschuss sei Voraussetzung für die Gesundung des Unternehmens, sagte am Dienstag in Paris Industrie-Ministerin Nicole Fontaine, die damit einen Bericht der Tageszeitung Le Monde über die Finanzspritze bestätigte. Mit dem Kapitalzuschuss könnte 2003 ein Teil der fälligen Schulden in Höhe von 15 Milliarden Euro beglichen werden. Allerdings müssen die Brüsseler Wettbewerbsbehörden diesem Zuschuss noch zustimmen. Die Regierung wird voraussichtlich nach einer Verwaltungsratssitzung von France Télécom am Mittwoch die genauen Bedingungen der Staatshilfe bekannt geben.
France Télécom-Chef Thierry Breton will dann am Donnerstag seinen Sanierungsplan für das mit 70 Milliarden Euro Schulden belastete Unternehmen präsentieren. Er war am Dienstag darum bemüht, die Befürchtungen der Gewerkschaften über den Abbau von insgesamt 45.000 Arbeitsplätzen innerhalb der nächsten drei Jahre zu zerstreuen. Über "20.000 freiwilligen Abgänge hinaus" werde er keine Entlassungen aussprechen, sagten Gewerkschaftsvertreter nach einem Gespräch mit Breton. Er wolle eine "dynamische Vision der Entwicklung des Unternehmens" vorstellen und die Arbeitsplätze nach Möglichkeit erhalten. (wst)