Industrie-Kamera mit C-Mount zum Selbstbau
Genügend Geschick vorausgesetzt, kann man sich die C-Mount-Kamera von Gaurav Singh selbst bauen – das Design der Elektronik ist als Open Source offengelegt.
- Carsten Meyer
Kein alltägliches Bastelprojekt: Die C-Mount-Kamera von Gaurav Singh erfordert schon Höchstleistungen in Geduld und Geschicklichkeit, steht aber Fertig-Produkten in nichts nach und kann nach Belieben an eigene Gegebenheiten angepasst werden. Das Design verwendet die Sony-Sensoren IMX290, IMX327 oder IMX462 auf einem austauschbaren Modul. Alle bieten ein 16:9-Seitenverhältnis und Full-HD-Auflösung. Die Sensordiagonale von 6,45mm ergibt einen Crop-Faktor von 6,7 gegenüber Kleinbildfilm, was in der Größenordnung anderer C-Mount-Kameras liegt.
Die Signalverarbeitung erledigt ein FPGA von Lattice aus der CrossLink-NX-Familie, die für Videoverarbeitung prädestiniert ist. Als Interface zum USB-3.0-Anschluss dient der Peripheriecontroller CYUSB3014 von Cypress/Infineon. Die gesamte Elektronik findet auf drei quadratischen Platinen (jeweils 6 Kupferlagen) mit rund 27mm Kantenlänge Platz, die von einem 3D-gedruckten Gehäuse beherbergt werden. Die kompletten Pläne, Platinenlayouts, Firmware und die FPGA-Konfiguration finden sich im Github-Repository des Autors.
(cm)