Gemplus will Stellen streichen und Produktivität erhöhen

Mit einem Rettungsplan will der französische SmartCard-Hersteller die Gewinnzone erreichen.

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Von
  • Torge Löding

Mit einem Rettungsplan will CEO Alex Mandl den französischen SmartCard-Hersteller Gemplus aus der Verlustzone steuern. Um "besser auf die schwieriger gewordenen Marktbedingungen" reagieren zu können, plant Mandl, weltweit rund 1000 Arbeitsplätze zu vernichten -- besonders betroffen ist der Stammsitz in Frankreich, wo bis zu 483 Stellen gestrichen werden sollen.

Durch Umsetzung des Rettungsplanes will Gemplus bis ins Jahr 2004 mehr als 200 Millionen Euro einsparen. Bereits im April hatte der Hersteller -- dessen Produkte vor allem in Mobiltelefonen oder Identifizierungsgeräten Anwendung finden, der sich aber auch als Spezialist für Chip-Management-Lösungen sieht -- 1140 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt. Allein in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres häufte Gemplus 224 Millionen Euro Schulden an -- fast eine Million Euro pro Tag. "Mit unserem neuen Businessmodell, das auf einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur, stärkeren Kundenbeziehungen und stetem Streben nach Innovation und effizienter Organisation basiert, werden wir den Sprung zurück in die Profitzone schaffen", gab sich Mandl zuversichtlich. (tol)