Handy-Hersteller unterzeichnen Entsorgungsabkommen

Verbraucher sollen ihre alten Handys einfach in die Geschäfte zurückbringen können.

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  • JĂĽrgen Kuri

Wie angekündigt, haben zehn der weltweit führenden Hersteller von Mobiltelefonen am heutigen Donnerstag ein Abkommen über die umweltverträgliche Entsorgung von Handys unterzeichnet. Das wurde laut dpa auf der sechsten Vertragsstaaten-Konferenz der Basler Konvention von 1989 mitgeteilt. Bei den Unternehmen handelt es sich um LG, Matsushita (Panasonic), Mitsubishi, Motorola, NEC, Nokia, Philips, Samsung, Siemens sowie Sony Ericsson. Die Unternehmen wollen nach einer früheren Auskunft des Bundesumweltministeriums künftig Rücknahmesysteme und das umweltgerechte Recycling von Mobiltelefonen in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern auf den Weg bringen. Die Konsumenten werden aufgefordert, alte Handys in die Geschäfte zurückzubringen.

Der Direktor des UN-Umweltprogramms (UNEP), der ehemalige deutsche Umweltminister Klaus Töpfer, unterstrich die Verantwortung der Hersteller für ihre Güter von der Produktion bis zur Entsorgung. Philippe Roch, Direktor des Schweizer Bundesamtes für Umwelt und Leiter der Konferenz, sprach gegenüber dpa von einem ersten Schritt für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten der Basler Konvention und der Privatwirtschaft. Das Abkommen solle ein Zeichen für andere Wirtschaftssektoren setzen. In der EU soll die Rücknahme und das Recycling von Elektronikschrott und damit auch von Handys mit der Elektronikschrottrichtlinie verbindlich eingeführt werden.

Derzeit stellt die unkontrollierte Abfallentsorgung eines der größten weltweiten Umweltprobleme dar. Mit der Basler Konvention verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten, den internationalen Handel mit Giftmüll auf ein Minimum zu reduzieren und zu überwachen. Zwar sind seit Inkrafttreten des Übereinkommens 1992 die illegalen Abfallexporte stark zurückgegangen, aber das Problem ist damit weltweit nur teilweise gelöst. (jk)