Kurz informiert: SMS-Affäre, Konnektortausch, Android Malware, Gamer-Treue

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Inhaltsverzeichnis

Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen sieht sich in Zusammenhang mit SMS-Nachrichten zu Impfstoff-Käufen in Milliardenhöhe mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Der Umgang mit einem Antrag auf Text-Einsicht hinterlasse "den bedauerlichen Eindruck einer EU-Institution, die in Angelegenheiten von erheblichem öffentlichem Interesse mauert". Das teilte die Europäische Bürgerbeauftragte Emily O'Reilly am Donnerstag mit. Konkret geht es um ein Geschäft über bis zu 1,8 Milliarden Dosen Coronaimpfstoff von Biontech und Pfizer vom Frühjahr 2021. Das Vertragsvolumen wurde damals auf 35 Milliarden Euro geschätzt. Wie die New York Times berichtete, war der persönliche Kontakt zwischen von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla für den Abschluss entscheidend. Dabei sollen sie auch SMS ausgetauscht haben.

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Rund 130.000 Kliniken und Arztpraxen in Deutschland tauschen ihre Gesundheits- und Patientendaten über die Telematikinfrastruktur mit den Krankenkassen aus. Speziell abgesicherte Router – sogenannte Konnektoren – stellen die Verbindung zur TI her. Da nach fünf Jahren die Krypto-Zertifikate auslaufen, ist den Verantwortlichen zufolge ein kompletter Austausch der Konnektoren erforderlich, aufgrund der angeblich fest verbauten Krypto-Zertifikate. Eine Analyse von ct zeigt allerdings, dass die Karten, auf denen sich die Zertifikate befinden, ausgetauscht werden können. Nach Angaben von zwei der drei Konnektorhersteller spricht auch nichts gegen ein Software-Update der Konnektoren für eine Laufzeitverlängerung. Dies könnte einen kompletten Austausch der Konnektoren, der Kosten im dreistelligen Millionenbetrag mit sich bringt, überflüssig machen.

Der IT-Sicherheitsforscher Maxime Ingrao hat eine Android-Malware entdeckt, die in acht Apps versteckt war, die zusammen auf rund drei Millionen Installationen kamen. Die Schadsoftware hat die Opfer bei Premium-Diensten angemeldet und sie so abgezockt. Der Entdecker hat dem Schädling den Namen Autolycos gegeben. Google hat die Apps inzwischen aus dem Store entfernt. Ingrao erläutert, dass Autolycos ohne Webview auskommt, um seinen Fußabdruck und damit die Entdeckungsgefahr zu minimieren. Stattdessen greife die Malware direkt via http-Anfragen auf URLs zu und erhalte deren Adresse mittels JSON von den Command-and-Control-Servern. Teilweise liege der Browser auf den C2-Servern und der liefere dann lediglich die Ergebnisse zurück.

Sony hat ein Treueprogramm für seine Playstation-Konsolen angekündigt, das Spiele-Fans mit diversen Vorzügen entlohnen soll. Für verschiedene Herausforderungen will Sony Treuepunkte an Nutzerinnen und Nutzer vergeben, die in einem Katalog eingetauscht werden können. In diesem Katalog kann man beispielsweise zwischen PSN-Guthaben und bestimmten Produkten aus dem Playstation Store auswählen, schreibt Sony. Das bedeutet, dass man mit ihnen tatsächlich auch kostenpflichtige Inhalte wie Spiele-Addons oder sogar komplette Games freischalten könnte. Offen ist noch, wie spendabel Sony mit Treuepunkten umgehen wird.

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(mack)