Der weltweite Umsatz der Chip-Fertigungsanlagenhersteller sinkt

Der Umsatz der Hersteller fĂĽr Halbleiter-Chipproduktion ging im Oktober weltweit gegenĂĽber September um 13 Prozent zurĂĽck.

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Der Verband SEMI (Semiconductor Equipment and Materials International), in dem Hersteller von Anlagen für die Halbleiter-Chipproduktion zusammengeschlossen sind, meldet für Oktober 2,03 Milliarden US-Dollar Umsatz in der Branche, das sind 13 Prozent weniger als im September. Auch wenn der Umsatz damit um 34 Prozent höher als im Oktober 2001 liegt, lässt sich daraus noch nicht auf einen Aufschwung schließen, urteilen Experten in US-amerikanischen Medien.

Die Skepsis rührt auch von den bisher eingegangenen Aufträgen: In Nordamerika sind sie im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 8 Prozent zurückgegangen, in Japan sogar um 21 Prozent. In beiden Märkten sind auch die Umsätze geschrumpft, nämlich um 28 Prozent auf 372 Millionen US-Dollar in Japan und um 28 Prozent auf 578 Millionen US-Dollar in Nordamerika. In Europa und Taiwan hingegen stiegen die Umsätze um 19 Prozent auf 275 Millionen US-Dollar beziehungsweise um 33,5 Prozent auf 352 Millionen US-Dollar.

Im Juni sahen die US-amerikanischen und japanischen Hersteller von Chip-Fertigungsanlagen noch die Wende zum Guten, da der Umsatz den geringsten monatlichen Rückgang seit elf Monaten aufwies. Aufkeimende Hoffnungen dämpfte einen Monat später SEMI-Präsident Stanley Myers, der sagte, die "lange, dunkle Nacht" sei für seine Branche noch nicht vorbei. (anw)