Sony: Schwache Spielesparte drückt Geschäftsergebnis
Die PS5-Produktion holpert, Spielekracher sind aktuell rar: Sonys Spielesparte kränkelt, die Gewinnprognose wurde gesenkt.
(Bild: Shutterstock.com/Mohsen Vaziri)
Sonys aktuelle Geschäftszahlen leiden unter der schwächelnden Spielesparte: Der umsatzstärkste Geschäftsbereich des japanischen Konzerns hat im abgelaufenen Quartal im Vergleich zum Vorjahr 37 Prozent Gewinn eingebüßt.
Sony konnte seinen Gesamtgewinn laut Geschäftsbericht zwar um etwa zehn Prozent auf 218 Milliarden Yen (etwa 1,6 Milliarden Euro) steigern. Für das laufende Geschäftsjahr musste der Playstation-Hersteller seine Gewinnprognose aber senken: Der Elektronikkonzern rechnet nun für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr nur noch mit einem Gewinn von 800 Milliarden Yen, knapp 10 Prozent weniger als zuvor veranschlagt.
Blockbuster-Flaute
Hauptgrund für die gesenkte Prognose ist Sonys Gaming-Sparte, die hinter Erwartungen zurückblieb. Das liegt einerseits an einem schwachen Spielejahr für Sony: Blockbuster-Spiele des Playstation-Herstellers waren in diesem Jahr rar. Abseits des im Februar veröffentlichten "Horizon Forbidden West" hat Sony bislang nur das Rennspiel "Gran Turismo 7" auf den Markt bringen. Die Kosten für die Entwicklung künftiger Spiele stiegen derweil. Im November könnte das Actionspiel "God of War" für neuen Auftrieb sorgen.
Zusätzlich begründet Sony den Gewinn- und Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr mit der Coronakrise: 2021 wurde wegen strengerer Kontaktbeschränkungen insgesamt mehr gespielt als im laufenden Geschäftsjahr.
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Im Konsolengeschäft kann Sony nach wie vor die Nachfrage nicht decken: Die Playstation 5 wird nicht schnell genug hergestellt, um die Kauflust der Spiele-Fans zu befriedigen. Bisherige Produktionsziele hat das Unternehmen regelmäßig verpasst. Im vergangenen Quartal wurden immerhin 2,4 Millionen neue PS5-Konsolen produziert und verkauft, das Jahresziel von 18 Millionen verkauften Konsolen wird Sony in diesem Tempo aber nicht halten können.
Etwas schwächer als im Vorjahresquartal lief zuletzt auch Sonys Geschäft mit Hardware-Produkten, also Audio/Video-Equipment, Handys und Fernseher. Der Umsatz der zweitstärksten Sony-Sparte sank um 24 Milliarden Yen, der Gewinn schrumpfte auf 53 Milliarden Yen. Kräftig zulegen konnte das Unternehmen dagegen in seinem Filmsegment Sony Pictures, dessen Gewinn sich von 25 Milliarden Yen auf 50 Milliarden Yen verdoppelte.
(dahe)