Wirtschaftsministerium nimmt die Lage der IT-Wirtschaft unter die Lupe

Das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht den 5. Faktenbericht zur Lage der Informationswirtschaft in Deutschland.

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Von
  • Richard Sietmann

Auf Platz 2 bei der Verbreitung von DSL-Anschlüssen (hinter Schweden), an dritter Stelle beim Anteil der Online-Shopper unter den Internetnutzern und mit 29 ISDN-Kanälen pro tausend Einwohner auf Platz 4 -- so sieht das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) die Position der bundesdeutschen Informationswirtschaft im weltweiten Vergleich. In Europa liegt die Bundesrepublik dem Umsatz nach beim E- und M-Commerce sowie beim E-Learning auf dem ersten Rang, ebenso bei der Zahl der Internetnutzer, Hosts und Ausgaben für das Online-Shopping.

Das sind einige Ergebnisse des jetzt vorgelegten 5. Faktenberichts im Rahmen des Projekts Monitoring Informationswirtschaft. Darin stellt das BMWA in halbjährigem Abständen gesamtwirtschaftliche Indikatoren zur Situation der deutschen Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche und insbesondere zur Verbreitung von Internetanwendungen zusammen.

Besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) ist die Einbindung des Internet in E-Business-Strategien jedoch "noch sehr gering", befand BMWA-Staatssekretär Alfred Tacke bei der Präsentation der Studie. Um Abhilfe zu schaffen, hat sein Ministerium deshalb den Förderwettbewerb WissensMedia zum "Wissensmanagement in mittelständischen Unternehmen und öffentlicher Verwaltung" gestartet. Bis zum 31. März 2003 können KMUs im Verbund mit wissenschaftlichen Einrichtungen Ideen und Projektskizzen zu multimediabasierten Wissensmanagement-Lösungen einreichen, die dann von einer unabhängigen Jury geprüft und zur Förderung vorgeschlagen werden. Das BMWA begrüßt ausdrücklich "Realisierungsvorschläge auf der Basis von Open-Source-Software und unter Nutzung der Möglichkeiten der Breitbandkommunikation". (Richard Sietmann) / (jk)