Siemens-IT-Kompetenzzentrum geht nach Wien

Am heutigen Dienstag wurden in Wien die Zahlen für das Geschäftsjahr der Siemens-Österreich&CEE-Gruppe bekannt gegeben.

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Am heutigen Dienstag wurden in Wien die Zahlen für das Geschäftsjahr der Siemens-Österreich&CEE-Gruppe bekannt gegeben. Dabei hat Albert Hochleitner, Generaldirektor der Siemens AG Österreich, Pläne des Mutterkonzerns präsentiert, wonach Wien zum IT-Kompetenzzentrum von Siemens werden soll. Das neue Kompetenzzentrum für Customer Relationship Management wird von Wien aus die internen Geschäftsabläufe aller Siemens-Standorte weltweit "auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten und elektronische Marktplätze entwickeln", wie Hochleitner stolz vermeldet. Außerdem sollen die bisherigen Rechenzentren in zwei so genannte Data Center (Wien und Fürth) zusammengeführt und die Application-Management-Zentren, die für die Entwicklung und Pflege von Softwarelösungen verantwortlich zeichnen, in drei Städten zusammengelegt werden (Wien, Madrid und Amsterdam).

Der Umsatz der Siemens AG Österreich hat sich 2001/02 um rund 350 Millionen auf 2 Milliarden Euro reduziert, wobei etwa 190 Millionen des Rückganges auf die erfolgte Ausgliederung der Verkehrstechniksparte zurückzuführen sind. Der Bilanzgewinn der Siemens AG Österreich beträgt 221,4 Millionen Euro (nach 247,3 Millionen im Vorjahr). Besonders stark seien die Rückgänge im Festnetzmarkt, beklagte Hochleitner. Aber auch die mangelnden Investitionen im liberalisierten Energiemarkt bereiten dem Manager solche Sorgen, dass er sogar "kalifornische Verhältnisse in Österreich nicht mehr ausschließt". Das Umsatzplus in diesem Marktsegment von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr scheint ihn nicht zu beruhigen. Betrachtet man die gesamte Siemens-Gruppe Österreich&CEE, die im Siemens-Konzern auch für die Länder Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Jugoslawien und Rumänien zuständig ist, konnte der Umsatz leicht gesteigert werden (3,682 Milliarden Euro nach 3,650 Milliarden). (Daniel A. J. Sokolov) / (jk)