Intel und Microsoft wehren sich gegen Beschränkungen durch das US-Militär

Das US-amerikanische Verteidigungsministerium verlangt zum Schutz der nationalen Sicherheit eine Nutzungsbeschränkung drahtloser Internetzugänge.

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Microsoft, Intel und andere IT-Unternehmen haben sich gegen Vorschläge des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums zur Beschränkung drahtloser Internet-Verbindungen ausgesprochen. Das Pentagon fürchtet laut der New York Times, dass militärische Radarsysteme für die Luftüberwachung und Raketensteuerung durch die zunehmende Verwendung von WLAN gestört werden. Zum Schutz der nationalen Sicherheit sei deshalb eine Nutzungsbeschränkung erforderlich.

"Niemand, auch nicht das Pentagon, bezweifelt, dass drahtlose Internetzugänge für Verbraucher und Industrie wichtig sind", zitiert die Zeitung Steven Price vom US-Verteidigungsministerium. "Problematisch wird es, wenn unsere militärischen Möglichkeiten beschnitten werden." Nach Meinung der Industrievertreter behindern dagegen mobile Geräte im zivilen Einsatz keineswegs das "Vorfahrtsrecht" des Militärs. Beschränkungen könnten den wirtschaftlichen Wiederaufschwung behindern.

Die vorgeschlagenen Restriktionen würden den weiteren Ausbau drahtloser Internetzugänge erheblich bedrohen, befürchten die Unternehmen. Bei einem Ausweichen auf andere Frequenzen könnte beispielsweise die Qualität der Übertragung nicht mehr gewährleistet werden. Derzeit entstehen weltweit auf großen Flughäfen, öffentlichen Plätzen oder Hotels zahlreiche Hot Spots, die einen drahtlosen Zugang zum Internet gewährleisten. (anw)