Wanka: Kein Ausverkauf beim Brandenburger Mikroelektronik-Institut
Durch den Tausch von Lizenzen mit Intel betreibe das Frankfurter Institut für Halbleiterphysik keinen Ausverkauf, erklärte Brandenburgs Wissenschaftsministerin.
Das Institut für Halbleiterphysik (IHP) in Frankfurt (Oder) betreibt durch Vergabe und Tausch von Lizenzen nach Angaben von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) keinen Ausverkauf. Der Technologieaustausch mit dem US-Chiphersteller Intel sei für das IHP auf lange Sicht überlebenswichtig, sagte Wanka am Donnerstag auf eine Anfrage der PDS-Abgeordneten Esther Schröder im Landtag. Das IHP habe Silizium-Germanium-Kohlenstofftechnologie gegeben und von Intel aktuelle Halbleiterprozesstechnologien zur Forschung als Lizenz erhalten.
Bei einem solchen Tausch werde auf Gleichwertigkeit geachtet, betonte Wanka. Vor Vertragsabschluss seien deshalb Gutachten erstellt worden. Lizenzaustausch sei für das IHP von allgemeinem Interesse. Ihn habe es schon früher mit anderen Unternehmen gegeben. Das IHP könne benötigte Prozesstechnologie nicht bezahlen. Der Austausch sei wichtig, da jetzt die Möglichkeit bestehe, auf einem höheren Technologieniveau zu forschen. "Das hat die Wettbewerbsfähigkeit des IHP entscheidend verbessert. Und wenn das IHP einen Spitzenplatz in der Halbleitertechnologie haben will, dann muss es so etwas tun", bekräftigte Wanka. (dpa)/ (tol)