Neue Strategie und Kündigungen bei AOL Deutschland

AOL-Chef Stan Laurent will 170 Stellen streichen und den Standort München schließen.

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Von
  • Torge Löding

Gemunkelt wurde schon länger über einen Stellenabbau beim drittgrößten deutschen Online-Dienst AOL Deutschland -- nun ist klar: Insgesamt 170 der rund 1250 Mitarbeiter des deutschen Ablegers von America Online müssen gehen. Das erklärte AOL-Deutschland-Chef Stan Laurent in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Die Pläne bestätigte AOL-Sprecher Marc-Sven Kopka gegenüber heise online: Der Stellenabbau stehe im Kontext des Kurswechsels bei AOL -- auch in den USA wurden in diesem Zusammenhang 300 Kündigungen ausgesprochen. "Die Kündigungen betreffen alle Bereiche, die Online-Redaktion und Technik allerdings mehr als andere", sagte Kopka. Nach den Plänen der Geschäftsführung soll der Standort München mit seinen 60 Mitarbeitern geschlossen werden. Verhandlungen mit dem Betriebsrat dazu laufen.

Laurent sagte, sein Unternehmen werde fortan "heftig" in das Breitband-Angebot investieren. Kunden sollen mit exklusiven Vorab-Versionen von Time-Warner-Filmen und exklusiven Musikangeboten -- wie den bereits gestarteten Sessions of AOL -- geködert werden. (tol)