US-Tochter von T-Mobile als Übernahmeziel gehandelt

Die britische Vodafone Group könnte im laufenden Jahr ein wichtiger Faktor in der Konsolidierung der Mobilfunkbranche werden.

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  • dpa

Die britische Vodafone Group könnte im laufenden Jahr ein wichtiger Faktor in der Konsolidierung der Mobilfunkbranche werden: Das Unternehmen habe als größte Mobilfunkfirma der Welt außer einer Minderheitsbeteiligung an der Verizon Wireless keine erhebliche Präsenz in den USA. Die amerikanische T-Mobile -- früher VoiceStream -- und AT&T Wireless könnten daher wieder ins Fusionsspiel kommen. Dies hat die New York Times in einem Bericht über mögliche Übernahmekandidaten und Fusionspartner für das Jahr 2003 berichtet.

Vodafone sei nur interessiert, einen Rivalen zu kaufen, der die gleiche Netzwerk-Technik verwende. Dies mache Verizon und Sprint PCS zu weniger wünschenswerten Aufkaufzielen, da sie andere Standards (CDMA statt GSM) verwendeten. Vodafone hat nach Angaben der Zeitung die vertragliche Möglichkeit, seinen Anteil an Verizon Wireless im kommenden Sommer an die Telekomfirma Verizon Communications zurück zu verkaufen.

Viele Experten erwarteten, dass Vodafone seine Beziehungen zu Verizon beenden wird, um eine wirkliche Präsenz in den USA zu erwerben. Falls Cingular nicht verkaufen wolle, könnten T-Mobile und AT&T Wireless wieder ins Spiel gebracht werden. Je nachdem, ob Vodafone sich um T-Mobile oder AT&T Wireless bemühe, könnte der andere ein möglicher Übernahmekandidat für Cingular Wireless werden.

Die Deutsche Telekom habe Gespräche zum Verkauf von VoiceStream an Cingular Wireless geführt und eine Fusion ihres Mobilfunkgeschäfts mit AT&T Wireless diskutiert, hieß es. Die potenziellen Partner hätten jedoch nur wenig Interesse gezeigt. Bei den Gespräche sei nichts heraus gekommen, vor allem nachdem die Deutsche Telekom von ihren Geldgebern etwas Spielraum erhalten habe und das neue Management nicht so interessiert an Fusionen gewesen sei. (dpa) / (jk)