Digitale Medien sollen Afghanistans Bildungswesen helfen

Die Bremer Informatikprofessorin Heidelinde Schelhowe sieht fĂĽr den Neuanfang in Kabul eine moderne technische Infrastruktur von vornherein als notwendig an.

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Für Islamisten ein dreifacher Affront: Die Chemieprofessorin Raihana Popalsai und die Verwaltungsangestellte Nazia Hyari von der Universität Kabul reisten ohne Männeraufsicht und ohne Kopftuch im Ausland umher. Sie ließen sich Computer schenken, die unter den Taliban verboten waren. Und sie sprachen über ihre Situation zuhause.

Auf Einladung des Feministischen Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung waren die beiden Repräsentantinnen des Womens Council der Universität Kabul zu Besuch in Deutschland, um Kontakte zu knüpfen. Der Wiederaufbau des zerschlagenen afghanischen Bildungswesens erfordert umfangreiche Hilfen, die jetzt organisiert werden sollen. Mitbeteiligt ist die Bremer Informatikprofessorin Heidelinde Schelhowe, spezialisiert auf Lehrerausbildung und digitale Medien. Die Bremerin sieht den Neuanfang in Kabul vor allem als Herausforderung an. Digitale Medien und eine moderne technische Infrastruktur seien von vornherein notwendig.

Mehr dazu in Telepolis: (anw)