Michael Sienkiewicz neuer Balda-Vorstandschef
Sienkiewicz war bis zum 3. Juli 2009 Mitglied im Aufsichtsrat. Er folgt auf Dirk Eichelberger, der seinen CEO-Posten nach nur einem halben Jahr abgegeben hatte.
Der Handy-Zulieferer Balda hat nach dem schnellen Abgang von Dirk Eichelberger einen neuen Vorstandschef. Michael Sienkiewicz (56), früher im Aufsichtsrat, wurde mit heutiger Wirkung zum CEO bestellt. Das teilte die Balda AG heute mit. Die Wahl des Unternehmensberaters spiegele "den Wunsch aus dem Großaktionärskreis nach einem klaren Schnitt mit der alten Balda" wider, sagte ein Firmensprecher. Sienkiewicz verfüge über langjährige Erfahrung in der Führung von Unternehmen, die Hightech-Elektronikprodukte fertigen. Er war bis zum 3. Juli 2009 Mitglied im Aufsichtsrat und folgt auf Dirk Eichelberger, der seinen CEO-Posten nach nur einem halben Jahr abgegeben hatte. Dem Vorstand gehört als Finanzchef außerdem Rainer Mohr an.
Nach Jahren, in denen ausschließlich Verluste geschrieben wurden, fährt das geschrumpfte Unternehmen derzeit einen Konsolidierungskurs. Das erste Quartal deutete auf eine mögliche Trendwende hin, als Balda einschließlich der aufgegebenen Geschäftsbereiche einen Nettogewinn von 5 Millionen Euro verbuchen konnte. Dabei sank der Umsatz – bei einer reduzierten Beteiligung am chinesischen Touchscreen-Hersteller TPK – von 34,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 27,9 Millionen Euro. Im vorigen Jahr hatte der Gesamtkonzern einen Fehlbetrag von 49,5 Millionen Euro ausgewiesen. Balda beschäftigt etwa 4800 Mitarbeiter. (dpa) / (anw)