Gateway beklagt schwaches Weihnachtsgeschäft

Die positive Trendwende fĂĽr den PC-Hersteller ist wieder einmal ausgeblieben; anscheinend hat Gateway dies aber selbst verschuldet.

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Von
  • Torge Löding

Eigentlich sollte das Weihnachtsgeschäft die lange erwartete Trendwende für das Geschäft des PC-Herstellers Gateway bringen. Mit Plasma-TV-Geräten, Digital-Kameras und Billig-PCs in seinen Ladengeschäfte wollte das Unternehmen Kauflust wecken und mit fetten Gewinnen in das neue Jahr starten. Zum Ungemach von CEO und Aufsichtsratsvorsitzenden Ted Waitt hat das allerdings überhaupt nicht geklappt. Nach Informationen des Wall Street Journal sei das Weihnachtsgeschäft für Gateway sogar schlechter gelaufen als jenes im Krisenjahr 2000.

Schief gelaufen ist nach dem Bericht unter anderem die Belieferung der eigenen Filialen. So habe jede ein gleich großes Kontingent an Digitalkameras bekommen, Nachbestellungen seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Gleiches gilt für die Plasma-TV-Geräte. Der Verkauf von Billig-PCs mit geringer Marge habe den Verlust des Unternehmens noch vergrößert. Marktbeobachter kritisieren die jüngsten Sparmaßnahmen -- wie unbezahlten Weihnachtsurlaub -- als nicht weitgehend genug. Positiv gesehen wird allerdings die Berufung eines alten Hasen in den Vorstand: Mit Joseph C. Formichelli holt sich Waitt einen 60-jährigen Top-Manager mit Erfahrung bei IBM und Toshiba ins Haus.

Wie schlecht das Weihnachtsgeschäft am Ende tatsächlich gelaufen ist, wird sich erst am 23. Januar klären. Dann nämlich präsentiert das Unternehmen seine Quartalszahlen. Waitt gibt sich zuversichtlich -- Gateway habe zum Beispiel einen signifikanten Anteil auf dem Markt für Plasma-TV-Geräte gewonnen. (tol)