Neuer Pixelpark-Chef will Sanierungskurs fortsetzen

Jürgen Richter kündigte heute an, dass der krisengeschüttelte Internet-Dienstleister 150 Stellen abbauen will.

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  • dpa

Der Internet-Dienstleister Pixelpark will trotz Vorstandswechsels am eingeschlagenen Sanierungskurs festhalten. Der neue Alleinvorstand Jürgen Richter kündigte nach Angaben eines Firmensprechers am Montag in Berlin an, dass das Konzept weiter Bestand habe. Demnach sollen beim krisengeschüttelten Unternehmen nochmals 150 Stellen wegfallen. Die Produktionszentrale wird künftig Köln sein, Firmensitz bleibt aber Berlin.

Der Medienmanager Richter -- früher bei den Verlagen Springer und Bertelsmann beschäftigt -- war kurz vor Weihnachten vom Aufsichtsrat zum Nachfolger des bisherigen Alleinvorstands Paulus Neef ernannt worden. Der Pixelpark-Gründer erhielt eine fristlose Kündigung, gegen die er sich nun mit juristischen Schritten wehren will. Zwei Geschäftsleute, die zu Neefs Umfeld gerechnet werden, haben mehr als 40 Prozent der Firmenanteile erworben. Deshalb wird auch seine Rückkehr an die Unternehmensspitze für möglich gehalten.

Richter hatte sich nach der Ernennung zum Vorstandschef in den Weihnachtsurlaub verabschiedet. Nach seiner Rückkehr informierte er heute Führungskräfte und Betriebsrat über seine weiteren Pläne. Der neue Pixelpark-Chef saß bis Ende November dem Aufsichtsrat des Unternehmens vor, schied dann aber im Streit mit Neef aus. Bertelsmann war bis kurz vor Weihnachten Mehrheitsaktionär bei Pixelpark, hält nun aber nur noch 20 Prozent. (dpa) / (anw)