US-Spieleentwickler lernen in eigener Schule
In The Guildhall wird der Nachwuchs von einigen Spielegrößen selbst unterrichtet.
Eine der Branchen, die der momentanen Wirtschaftsflaute trotzt, ist die Computerspiele- und Videospiele-Industrie. Um den Bedarf an qualifizierten Entwicklern und Designern aus dem eigenen Land zu sichern, hat die Southern Methodist University mit diversen Spieleschmieden The Guildhall ins Leben gerufen. In dieser auf dem Uni-Campus gelegenen Einrichtung können sich Interessierte wahlweise das Fachwissen aus den Bereichen Art Production, Level Design oder Software Development aneignen. Zweimal im Jahr sollen dafür 18-monatige Kurse für je 100 Personen starten.
Gemeinsam mit Angestellten an der SMU sind auch einige Spielegrößen dazu bereit, etwas von ihrem Wissen weiterzugeben. So wollen Tom Hall und John Romeo (Monkeystone), Paul Jaquays (Ensemble Studios) und Graeme Devine (id Software) einige Unterrichtseinheiten selbst leiten. Daneben lernen die Teilnehmer an diversen Softwaretools, mit denen sie später auch wirklich im Beruf zu tun haben werden.
Auch in Deutschland wurden bislang ähnliche Aus- und Weiterbildungen angeboten. Der von der IT-Akademie Ostwestfalen angekündigte weitere Lehrgang für die Weiterbildung zum Game-Designer findet jedoch nicht statt: Wie die Einrichtung gegenüber heise online mitteilte, habe man nicht genügend Teilnehmer zusammenbekommen. (daa)